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Kartenzahlungen · Roll-ups

Wie verdient Visa Geld, und wer zahlt wirklich die versteckte Kartengebühr?

Veröffentlicht 31. Oktober 2026

Die kurze Antwort

  • 198,25 Milliarden US-Dollar zahlten US-Händler 2025 an Kartengebühren, nach 62,1 Milliarden US-Dollar 2009, laut Daten des Nilson Report, die die Merchants Payments Coalition, eine Händlergruppe, zitiert. Das meiste davon steckt in den Regalpreisen.
  • 45,9 Milliarden US-Dollar Nettoumsatz (+15 %) und 23,5 Milliarden US-Dollar Nettogewinn: Visas Geschäftsjahr bis zum 30. September 2026. Damit behielt Visa rund 51 % seines Umsatzes als Gewinn.
  • 1–3 %: die typische Händlergebühr bei einem Kartenverkauf. Der größte Teil, die Interchange, geht an die Bank, die Ihre Karte ausgegeben hat. Visa oder Mastercard behält eine Netzwerkgebühr von etwa 0,1–0,2 %.
  • ~149 US-Dollar im Jahr zahlte laut einer Studie der Federal Reserve Bank of Boston von 2010 jeder bar zahlende US-Haushalt an Haushalte, die mit Karte zahlen. Jeder Kartenhaushalt erhielt rund 1.133 US-Dollar im Jahr.
  • 0,3 %: die Obergrenze der EU für die Interchange bei Verbraucherkreditkarten. Australien übernahm dieselbe Obergrenze und verbot Aufschläge zum 1. Oktober 2026.
  • 38 Milliarden US-Dollar: der Wert, den die Experten der Händler dem Vergleich mit Visa und Mastercard beimessen, der im Juni 2026 vorläufig genehmigt wurde. Ein Vergleich über 30 Milliarden US-Dollar war 2024 als zu gering abgelehnt worden; die endgültige Genehmigung des neuen steht noch aus.

Jedes Mal, wenn Sie Ihre Karte vorhalten, zahlt jemand eine Gebühr, aber nicht Sie, zumindest nicht an der Kasse. Das Geschäft zahlt sie. Bei einer amerikanischen Kreditkarte sind das meist rund ~2–3 % dessen, was Sie ausgeben. Visas Umsatz stammt aus einem kleinen Anteil an dieser Gebührenkette. Der Anteil ist pro Zahlung klein, aber er wird von Zahlungen in Billionenhöhe abgezweigt.

Wie verdient Visa Geld, wenn es keine Bank ist?#

Visa gibt Ihre Karte nicht aus, leiht Ihnen kein Geld und legt Ihren Zinssatz nicht fest. Im eigenen Geschäftsbericht heißt es: „Visa ist kein Finanzinstitut.“ Stattdessen betreibt Visa das Netz, über das Ihre Zahlung läuft, und verlangt für jede Zahlung eine Maut. Das Kreditrisiko bleibt bei den Banken.

Der Umfang ist gewaltig:

  • Im Geschäftsjahr 2026 wickelte Visa 281,3 Milliarden Transaktionen ab.
  • Im Geschäftsjahr 2025 zählte Visa ~5 Milliarden Zahlungsmittel.
  • Im Geschäftsjahr 2025 erreichte das Zahlungs- und Bargeldvolumen in seinem Netz 17 Billionen US-Dollar.

Wie wurde aus einer Postsendung nach Fresno Visa?#

Am 18. September 1958 verschickte die Bank of America 60.000 Kreditkarten an Haushalte in Fresno, Kalifornien. Niemand hatte sie bestellt. Die Karte hieß BankAmericard. Die ersten Jahre brachten viel Betrug und unbezahlte Rechnungen, doch nach wenigen Jahren warf die Karte Gewinn ab.

Die Karte machte auch das Henne-Ei-Problem sichtbar, das dieses Geschäft bis heute prägt:

  • Eine Karte nützt nur, wenn Geschäfte sie akzeptieren.
  • Geschäfte akzeptieren eine Karte nur, wenn genug Menschen sie besitzen.

Also musste die Bank of America beide Seiten gleichzeitig gewinnen. Später öffnete sie die Karte für andere Banken, und das Netz wuchs zu einem Konsortium. Konkurrierende Banken gründeten ihr eigenes Netz, Master Charge, aus dem später Mastercard wurde. 1976 wurde BankAmericard in Visa umbenannt.

Wohin fließt das Geld, wenn Sie mit Kreditkarte 100 US-Dollar ausgeben?#

Das Geschäft erhält nicht die vollen 100 US-Dollar. Es zahlt eine Händlergebühr, meist zwischen 1–3 %. Diese Gebühr wird dreigeteilt:

Teil der GebührWer ihn bekommtTypische Höhe
Interchange (größter Teil)Die Bank, die Ihre Karte ausgegeben hatz. B. 2,3 % + 10 Cent bei einer US-Kreditkarte
NetzwerkgebührVisa oder Mastercard~0,1–0,2 %
AbwicklungDer Zahlungsdienstleister, der das Geschäft mit dem Netz verbindetUnterschiedlich
Was das Geschäft behältDer Händler97 US-Dollar (bei 3 % Gebühr)

Visa und Mastercard legen die Standardsätze der Interchange fest, aber dieses Geld geht an die Banken. Diese Aufteilung wird oft missverstanden: Der größte Teil der „versteckten Gebühr“ geht nicht an Visa. Die tatsächlichen Sätze hängen von Karte, Geschäft und Land ab.

Wie viel Geld verdienen Visa und Mastercard?#

UnternehmenZeitraumUmsatzNettogewinnNetzvolumen
VisaGeschäftsjahr 2026 (bis 30. September 2026)45,9 Milliarden US-Dollar (+15 %)23,5 Milliarden US-Dollar—
VisaGeschäftsjahr 202540,0 Milliarden US-Dollar20,1 Milliarden US-Dollar17 Billionen US-Dollar Zahlungs- und Bargeldvolumen
Mastercard202532,8 Milliarden US-Dollar15,0 Milliarden US-Dollar10,6 Billionen US-Dollar Bruttodollarvolumen

Nur sehr wenige große Unternehmen behalten annähernd die Hälfte ihres Umsatzes als Gewinn. Visa gelingt das, weil jede zusätzliche Zahlung fast nichts kostet, sobald das Netz einmal besteht. Das ist ein Netzwerkeffekt:

  • Jede neue Karte macht das Netz für Geschäfte wertvoller.
  • Jedes neue Geschäft macht es für Karteninhaber wertvoller.

Sind zwei Netze erst einmal überall, wird es für jeden anderen sehr schwer hineinzukommen. Für die meisten Geschäfte ist es schlicht keine Option, Visa oder Mastercard abzulehnen.

Sind Kartengebühren in den Preisen versteckt, die Sie zahlen?#

Ja, größtenteils. Diese Zahlen stammen aus dem Nilson Report, zitiert von der Merchants Payments Coalition, einer Händlergruppe:

JahrKartengebühren der US-Händler
200962,1 Milliarden US-Dollar
2024187,2 Milliarden US-Dollar
2025198,25 Milliarden US-Dollar

Allein bei Kreditkarten von Visa und Mastercard lag der durchschnittliche Gebührensatz 2025 bei 2,36 %, gegenüber 2,02 % im Jahr 2010.

Die meisten Geschäfte behandeln Kartengebühren wie Miete oder Strom: als Geschäftskosten, die in jeden Preis eingerechnet sind. Ein Geschäft, das für Karte und Bargeld denselben Preis verlangt, lässt alle stillschweigend die Kosten der Karten mitzahlen. Manche amerikanischen Geschäfte schlagen inzwischen eine Kartengebühr auf, und die steht dann auf dem Kassenbon. Die meisten tun es noch nicht.

Die beiden Seiten sind sich uneinig, was das bedeutet:

  • Händlerverbände argumentieren, dass Kartengebühren fast alles verteuern, was Amerikaner kaufen.
  • Banken und Netze entgegnen, dass Karten den Geschäften mehr Kunden, größere Einkäufe, schnellere Kassenvorgänge und weniger Bargeldhandling bringen.

Beides kann stimmen. So oder so verschwinden die Kosten nicht. Sie stecken im Preis.

Wer bezahlt die Prämien von Kreditkarten?#

Banken können sich Cashback, Punkte und Meilen vor allem dank der Interchange leisten. Premium-Prämienkarten haben meist höhere Interchange-Gebühren.

2010 schätzten Ökonomen der Federal Reserve Bank of Boston (Schuh, Shy und Stavins), wer gewinnt und wer verliert:

HaushaltGeschätzte jährliche Wirkung
Bar zahlender HaushaltZahlt ~149 US-Dollar im Jahr an Kartennutzer
Mit Karte zahlender HaushaltErhält ~1.133 US-Dollar im Jahr von Barzahlern
Haushalte mit den niedrigsten Einkommen (nach Prämien)−21 US-Dollar im Jahr
Haushalte mit den höchsten Einkommen (nach Prämien)+750 US-Dollar im Jahr

Die Zahlen sind mehr als fünfzehn Jahre alt, und das Bezahlen hat sich seither verändert. Der Mechanismus nicht. Wenn alle denselben Preis zahlen, hilft die Person, die bar oder mit einer einfachen Karte bezahlt, die Vorteile der Premiumkarte hinter ihr in der Schlange zu finanzieren.

Wie gehen andere Länder mit Kartengebühren um?#

Land / RegionRegel
Europäische UnionInterchange seit 2015 begrenzt: 0,2 % bei Verbraucherdebitkarten, 0,3 % bei Verbraucherkreditkarten. Aufschläge auf alltägliche Zahlungen mit Verbraucherkarten seit 2018 grundsätzlich verboten.
AustralienAb dem 1. Oktober 2026: Aufschläge auf Debit-, Prepaid- und Kreditkarten in den Netzen von Visa, Mastercard und eftpos abgeschafft. Obergrenze der Interchange für Verbraucherkreditkarten auf 0,3 % gesenkt, für Debitkarten auf 8 Cent. Die Zentralbank erwartet, dass Händler ~910 Millionen australische Dollar im Jahr sparen.
IndienHändlergebühren im Zahlungssystem UPI seit 2020 bei null gehalten. Die Regierung diskutiert nun, ob einige Gebühren zurückkehren sollen.
BrasilienDie Zentralbank startete Pix im November 2020. Für Privatpersonen ist es kostenlos und hat über 150 Millionen Nutzer.

Dieselben Handys, dieselben Kunden, sehr unterschiedliche Mautgebühren.

Warum wurde der Vergleich über 30 Milliarden US-Dollar mit Visa und Mastercard abgelehnt?#

Der Streit in den USA zeigt, dass die Preisgestaltung der Netze nicht unwidersprochen geblieben ist, und dass Anfechtungen oft ins Stocken geraten:

  • Vergleich abgelehnt: Kreditkarten wurden nie begrenzt, also verbrachten die Händler zwei Jahrzehnte vor Gericht. 2024 lehnte ein Richter einen Vergleich über 30 Milliarden US-Dollar als zu gering ab.
  • Debit-Obergrenze gekippt: 2011 begrenzte das Durbin Amendment die Interchange bei Debitkarten großer Banken auf 21 Cent + 0,05 %. Ein Bundesgericht kippte diese Obergrenze am 6. August 2025, ließ sie aber für die Dauer des Berufungsverfahrens in Kraft.
DatumEreignisStand
2011Debit-Obergrenze des Durbin Amendment: 21 Cent + 0,05 %Am 6. August 2025 aufgehoben, bis zur Berufung ausgesetzt
2024Händlervergleich über 30 Milliarden US-DollarAls zu gering abgelehnt
Juni 2026Händlervergleich über 38 Milliarden US-DollarVorläufig genehmigt; endgültige Genehmigung steht aus
August 2026Credit Card Competition ActVon Präsident Trump unterstützt; nicht verabschiedet

Was ändert der neue Vergleich über 38 Milliarden US-Dollar?#

Im Juni 2026 genehmigte Richter Brian Cogan vorläufig eine neue Einigung. Die Experten der Händler schätzen ihren Wert auf rund 38 Milliarden US-Dollar. Wird sie endgültig genehmigt, würde sie:

  • die Interchange bei Kreditkarten 5 Jahre lang um ein Zehntel Prozentpunkt senken;
  • Standard-Verbraucherkarten 8 Jahre lang auf 1,25 % begrenzen;
  • Händlern erstmals erlauben, manche Premium- und Firmenkarten abzulehnen.

Die endgültige Genehmigung steht noch aus, und einige Händlerverbände haben Berufung angekündigt.

Unabhängig davon würde der Credit Card Competition Act Kartenausgeber mit über 100 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten verpflichten, auf ihren Kreditkarten ein zweites Netz anzubieten. Er hat die Unterstützung von Präsident Trump, ist aber nicht durch den Kongress gekommen.

Was können Sie gegen versteckte Kartengebühren tun?#

  1. Wenn Sie bar oder mit einer einfachen Debitkarte zahlen, in einem Geschäft mit einem Preis für alle, finanzieren Sie wahrscheinlich die Prämien anderer mit. Das ist ein Grund, dafür zu sorgen, dass Sie selbst etwas zurückbekommen, kein Grund für ein schlechtes Gewissen.
  2. Prämien lohnen sich nur, wenn Sie den Saldo jeden Monat vollständig ausgleichen. Zinsen können Cashback schnell zunichtemachen.
  3. Achten Sie in den USA auf Aufschläge und fragen Sie, ob ein Geschäft Rabatt für Bargeld oder Debitkarte gewährt. Manche tun es.
  4. Wenn Sie ein kleines Unternehmen führen, prüfen Sie, was Sie pro Transaktion zahlen. Der neue Vergleich würde Händlern, falls genehmigt, mehr Möglichkeiten geben, Kunden zu günstigeren Karten zu lenken.
  5. Wo Sie leben, verändert die Rechnung. Eine in Europa auf 0,3 % begrenzte Interchange kann bei einer amerikanischen Kreditkarte ein Mehrfaches betragen.

Ihre Karte fühlt sich kostenlos an. Sie ist es nicht. Sie bezahlen sie mit dem Preis von allem anderen.

Fragen, die wirklich gestellt werden

Wie verdient Visa Geld?

Visa verdient eine kleine Netzwerkgebühr an Zahlungen, die über sein Netz laufen. Es gibt keine Karten aus, verleiht kein Geld und legt keine Zinssätze fest. Im Geschäftsjahr bis zum 30. September 2026 meldete Visa 45,9 Milliarden US-Dollar Nettoumsatz und 23,5 Milliarden US-Dollar Nettogewinn.

Bekommt Visa die gesamte Kreditkartengebühr?

Nein. Der größte Teil der Gebühr, die Interchange, geht an die Bank, die Ihre Karte ausgegeben hat. Bei einer US-Kreditkarte kann die Interchange etwa 2,3 % + 10 Cent betragen. Visa oder Mastercard behält eine deutlich kleinere Netzwerkgebühr, oft rund 0,1–0,2 %, den Rest nimmt ein Zahlungsdienstleister.

Wie viel zahlen US-Händler an Kartengebühren?

Laut Daten des Nilson Report, die die Merchants Payments Coalition zitiert, zahlten US-Händler 2025 198,25 Milliarden US-Dollar an Kartengebühren, nach 62,1 Milliarden US-Dollar 2009. Bei Kreditkarten von Visa und Mastercard lag der durchschnittliche Gebührensatz bei 2,36 %.

Wer bezahlt die Prämien von Kreditkarten?

Prämien werden größtenteils über die Interchange finanziert, die die Geschäfte über die Preise weitergeben. Eine Studie der Federal Reserve Bank of Boston von 2010 schätzte, dass jeder bar zahlende Haushalt rund ~149 US-Dollar im Jahr an Kartenhaushalte zahlte. Jeder Kartenhaushalt erhielt rund ~1.133 US-Dollar im Jahr.

Warum sind Kartengebühren in Europa und Australien niedriger?

Die EU begrenzt die Interchange seit 2015 auf 0,2 % bei Verbraucherdebitkarten und 0,3 % bei Verbraucherkreditkarten. Seit 2018 verbietet sie außerdem grundsätzlich Aufschläge. Australien senkte seine Obergrenze für Verbraucherkreditkarten auf 0,3 % und verbot Aufschläge ab dem 1. Oktober 2026.

Was ist der Vergleich zu den Kartengebühren von Visa und Mastercard?

Im Juni 2026 genehmigte ein Richter vorläufig einen Vergleich, den die Experten der Händler auf rund 38 Milliarden US-Dollar schätzen. Er würde Standard-Verbraucherkarten 8 Jahre lang auf 1,25 % begrenzen und Händlern erlauben, manche Premium- und Firmenkarten abzulehnen. Ein Vergleich über 30 Milliarden US-Dollar war 2024 als zu gering abgelehnt worden.

Ist Visa eine Bank?

Nein. Visas Geschäftsbericht hält fest, dass Visa kein Finanzinstitut ist. Visa betreibt das Netz, über das Kartenzahlungen laufen, während Banken die Karten ausgeben und das Kreditrisiko tragen.

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Quellen

Alle Zahlen und Daten stammen aus öffentlicher Berichterstattung.

  1. ·Visa — Q4 and fiscal full-year 2026 results (Oct. 27, 2026)
  2. ·Visa — Q4 and fiscal full-year 2025 results
  3. ·Visa — Form 10-K for fiscal 2025
  4. ·Mastercard — Q4 and full-year 2025 results
  5. ·Congressional Research Service — IF11893 (Aug. 6, 2021): how card fees are split
  6. ·Merchants Payments Coalition — card swipe fees (March 18, 2026), citing the Nilson Report
  7. ·Federal Reserve Bank of Boston — Schuh, Shy & Stavins, Who Gains and Who Loses from Credit Card Payments? (2010)
  8. ·European Union — Regulation (EU) 2015/751 on interchange fees; PSD2 surcharging rules
  9. ·Reserve Bank of Australia — Review of Merchant Card Payment Costs and Surcharging, Conclusions (March 31, 2026)
  10. ·The Week — UPI merchant fees in India (Aug. 5, 2026)
  11. ·Banco Central do Brasil — Pix
  12. ·KVPR / Valley Public Radio — The Fresno drop (June 4, 2026)
  13. ·a16z — History of the credit card
  14. ·Payments Dive; The Daily Record — Visa–Mastercard merchant settlement (June 2026)
  15. ·Payments Dive — Credit Card Competition Act (Aug. 4, 2026)
  16. ·Cooley; Pulse — Regulation II debit cap litigation

Nichts davon ist eine Anlageberatung. Die Zahlen sind Spannen aus öffentlicher Berichterstattung und variieren je nach Markt und Betreiber.

Vollständiges TranskriptAlles, was im Video gesagt wird · 1.805 WörterAnzeigen

Das Video ist auf Englisch; hier steht wörtlich, was darin gesagt wird.

Every time you tap a card, someone pays a fee. Not you — at least, not at the register. The store pays it. On an American credit card, that's usually somewhere around two to three percent of what you spend. Last year, American merchants paid a record one hundred ninety-eight billion dollars in card fees. That's more than three times what they paid in two thousand nine. And that money doesn't vanish. It gets built into the prices on the shelf — so even people who pay with cash end up paying it. You'll never see it on a receipt. But you can see where a lot of it ends up. In the fiscal year that ended this September, Visa took in almost forty-six billion dollars in revenue and kept about twenty-three and a half billion as profit. More than half of everything it took in. Meanwhile, in Europe, the biggest part of this fee is capped at a fraction of a percent. And this month, Australia banned stores from passing card fees on to shoppers at the till. So who really pays for your card? Why does the same fee cost so much more in some countries? And why does the person paying with cash help fund your rewards? Let's follow the money.

It started with a mass mailing. On September eighteenth, nineteen fifty-eight, Bank of America mailed sixty thousand credit cards to households in Fresno, California. Nobody had asked for them. The card was called BankAmericard. The early years were rough, with heavy fraud and unpaid bills, but within a few years it turned a profit. And it solved a problem that still defines this business. A card is only useful if stores accept it. And stores only accept it if enough people carry it. So the bank had to sign up both sides at once. Bank of America later opened its card to other banks, and the network grew into a consortium of banks. Rival banks organized their own, called Master Charge, which later became Mastercard. And in nineteen seventy-six, BankAmericard got a new, shorter name: Visa. In the fiscal year that ended this September, Visa processed more than two hundred eighty-one billion transactions. The year before, it counted nearly five billion payment credentials around the world, and payments and cash volume on its network reached seventeen trillion dollars. And here's the surprising part. Visa isn't a bank. It doesn't issue your card, lend you money or set your interest rate. It simply runs the road your money travels on — and charges a toll.

So let's follow one purchase. Say you spend one hundred dollars at a store with a credit card. The store doesn't get one hundred dollars. It pays what's called a merchant discount fee, usually somewhere between one and three percent. That fee gets split three ways. The biggest piece is called interchange, and it goes to the bank that issued your card. In the United States, a credit card interchange fee can look something like two point three percent plus ten cents. Visa and Mastercard set those default rates — but the money goes to the banks. The second piece is the network fee, and that's what Visa or Mastercard keeps. It's much smaller, often around a tenth to a fifth of a percent. The third piece goes to the payment processor that connects the store to the network. Add it up, and on a three percent fee, the store keeps ninety-seven dollars. Here's the clever part. The network takes a tiny slice of every payment, but it takes it from trillions of dollars of payments. It doesn't take the risk of lending. That sits with the banks. Visa and Mastercard just collect the toll.

And the toll adds up. In fiscal twenty twenty-six, which ended this September, Visa's net revenue was about forty-five point nine billion dollars, up fifteen percent, and its net income was about twenty-three point five billion. A year earlier, those numbers were forty billion and twenty point one billion. Mastercard is smaller, but built the same way. In twenty twenty-five, it brought in thirty-two point eight billion dollars in revenue and earned fifteen billion. Its network carried ten point six trillion dollars in gross dollar volume. Very few large companies keep anything close to half of their revenue as profit. Visa does it because once the network exists, each extra payment costs almost nothing to process. Every new card makes the network more valuable to stores, and every new store makes it more valuable to cardholders. Economists call that a network effect. And it means that once two networks are everywhere, it becomes very hard for anyone else to get in. That's why, for most stores, saying no to Visa or Mastercard simply isn't an option.

Which brings us back to the store. According to data from the Nilson Report, cited by a coalition of American retailers, merchants in the U.S. paid one hundred ninety-eight point two five billion dollars in card fees in twenty twenty-five. Back in twenty oh-nine, it was sixty-two point one billion. On Visa and Mastercard credit cards alone, the average fee rate was about two point three six percent. Most stores don't treat that as a separate charge. They treat it like rent or electricity: a cost of doing business, built into every price. That's the hidden part. A store that charges the same price whether you pay by card or by cash is quietly charging everyone for the cost of cards. Some American stores now add a card surcharge, and you will see that on the receipt. But most still don't. And retailers' groups argue that card fees make almost everything Americans buy more expensive. Banks and the networks answer that cards bring stores more customers, bigger purchases, faster checkouts and less cash to count, steal or carry to the bank. Both things can be true. But either way, the cost doesn't disappear. It's in the price.

Now think about card rewards. The cashback, the points, the airline miles. Banks can afford them largely because of interchange — and premium rewards cards usually carry higher interchange fees. So who pays for your rewards? In twenty ten, economists at the Federal Reserve Bank of Boston tried to answer exactly that question. Their estimate: on average, each American household that paid with cash ended up paying about one hundred forty-nine dollars a year to households that paid with cards. Each card-using household, on average, received about eleven hundred thirty-three dollars from cash users. Because higher earners are more likely to use cards with rewards, the effect ran upward. Even after counting rewards, they estimated that the lowest-income households paid about twenty-one dollars a year, while the highest-income households received about seven hundred fifty. The numbers are more than fifteen years old, and payments have changed since. But the mechanism hasn't. When everyone pays the same price, the person paying with cash or a basic card helps cover the perks on the premium card in the line behind them.

Not every country accepts this. In Europe, the European Union capped interchange in twenty fifteen: zero point two percent for consumer debit cards and zero point three percent for consumer credit cards. And since twenty eighteen, stores in the EU have generally been banned from adding surcharges to everyday consumer card payments. Australia went further this year. On October first, twenty twenty-six, its central bank banned surcharges on debit, prepaid and credit cards on the Visa, Mastercard and eftpos networks. It also cut the cap on consumer credit card interchange to zero point three percent, and on debit to eight cents. The central bank estimates its fee cuts will lower merchants' card costs by about nine hundred ten million Australian dollars a year. Other countries went around the cards entirely. In India, the government has kept merchant fees on its UPI payment system at zero since twenty twenty, although it is now debating whether to bring some fees back. In Brazil, the central bank launched Pix in November twenty twenty. It's free for individuals, and well over one hundred fifty million people now use it. Same phones, same shoppers — very different tolls.

In the United States, the fight is still going on. In twenty eleven, a law known as the Durbin Amendment capped debit card interchange at big banks at twenty-one cents plus a small percentage. A federal court threw that cap out last year, but kept it in place while the case is appealed. Credit cards were never capped. Instead, merchants spent two decades in court. In twenty twenty-four, a judge rejected a thirty-billion-dollar settlement as too small. Then, in June twenty twenty-six, another judge gave preliminary approval to a new deal that the merchants' experts value at about thirty-eight billion dollars. It would cut credit card interchange by a tenth of a percentage point for five years, cap standard consumer cards at one point two five percent for eight years, and, for the first time, let merchants refuse some premium and commercial cards. Final approval is still pending, and some merchant groups have promised to appeal. Meanwhile, the Credit Card Competition Act — which would force big banks to offer a second network on their credit cards — has the support of President Trump. But it has not passed Congress.

So who's paying for your card? Everyone who shops — including people who never use one. Here's what's worth knowing. First, if you pay with cash or a basic debit card at a store with one price for everyone, you're likely subsidizing someone else's rewards. That's not a reason to feel guilty about using a card. It's a reason to make sure you're getting something back. Second, rewards are only a win if you pay the balance in full every month. Interest on a card balance can quickly wipe out whatever cashback you earned. Third, if you're in the U.S., watch for surcharges, and ask whether a store gives a discount for cash or debit. Some do. Fourth, if you run a small business, check what you're paying per transaction. The new settlement, if approved, would give American merchants more power to steer customers toward cheaper cards. And fifth, remember that where you live changes the math. An interchange fee capped at zero point three percent in Europe can be several times higher on an American credit card. Your card feels free. It isn't. You just pay for it in a place you'll never look: the price of everything else.

Next time on Margin, we follow the money into the biggest purchase most people will ever make — and a fee inside it that almost nobody negotiates. If you want to understand how money actually moves before the headlines catch up, subscribe — and follow the money.

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