Finanzgeschichte · Roll-ups
Was hat den Börsencrash von 1929 wirklich ausgelöst – und wer hat profitiert?
Veröffentlicht 26. September 2026
Die kurze Antwort
- 381 – der höchste Schlusskurs aller Zeiten des Dow am 3. September 1929, mehr als das Vierfache seines Stands zu Beginn des Jahrzehnts
- Nur 10 % Eigenkapital brauchte ein Käufer; im Sommer 1929 standen Wertpapierkredite von über 8,5 Milliarden US-Dollar aus – mehr als das gesamte Bargeld, das in den USA im Umlauf war
- 16,4 Millionen Aktien wurden am Schwarzen Dienstag, dem 29. Oktober 1929, gehandelt; der Dow schloss 11,7 % tiefer – ein Umsatzrekord, der Jahrzehnte hielt
- −23 % in zwei Tagen (Schwarzer Montag −12,8 %, Schwarzer Dienstag −11,7 %) und −48 % bis zum 13. November 1929, als der Dow bei 198,60 stand
- Rund 8 Millionen US-Dollar – das Privatvermögen von Irving Fisher, größtenteils ausgelöscht wenige Wochen, nachdem er von einem „dauerhaft hohen Plateau“ der Aktienkurse gesprochen hatte
- 1.352 Banken gingen 1930 pleite und 2.294 im Jahr 1931 – mit rund 1,7 Milliarden US-Dollar an Einlagen. Das war der Mechanismus, der die Große Depression tatsächlich erzeugte
Wie stand der Markt kurz vor dem Crash von 1929?#
Am 3. September 1929 schloss der Dow Jones Industrial Average auf dem Allzeithoch von 381 – mehr als das Vierfache seines Stands zu Beginn des Jahrzehnts. Irving Fisher, Ökonom in Yale, dessen Ruf als führende Börsenautorität des Landes mit einem Privatvermögen von rund 8 Millionen US-Dollar einherging – größtenteils in Aktien, die er auf dieselbe gehebelte Weise gekauft hatte –, erklärte Reportern, die Kurse hätten „etwas erreicht, das wie ein dauerhaft hohes Plateau aussieht“.
Sechsundfünfzig Tage später – acht Wochen – hatte der Markt fast die Hälfte seines Werts verloren.
Wie funktionierte der Aktienkauf auf Kredit im Jahr 1929?#
Es handelten nicht nur Profis an der Wall Street. Taxifahrer, Schuhputzer und Ladenbesitzer in Kleinstädten kauften Aktien auf Kredit: Sie zahlten nur 10 % des Kurses bar und liehen sich den Rest beim Broker, mit der Aktie selbst als Sicherheit.
Im Sommer 1929 waren die ausstehenden Wertpapierkredite auf über 8,5 Milliarden US-Dollar gestiegen – mehr als das gesamte Bargeld, das damals in den Vereinigten Staaten im Umlauf war. Solange die Kurse stiegen, war das fast geschenktes Geld: zehn Dollar Aktienposition für jeden einen Dollar, den man tatsächlich besaß.
Der Mechanismus hatte eine unerbittliche Regel. Sobald eine Aktie weit genug fiel, stellte der Broker eine Nachschussforderung – sofort zahlen, oder die Aktien werden automatisch verkauft, um den Kredit zu decken. Im Sommer 1929 glaubte kaum jemand, dass diese Regel je eine Rolle spielen würde.
Was geschah am Schwarzen Donnerstag, Schwarzen Montag und Schwarzen Dienstag?#
| Datum | Name | Umsatz | Bewegung des Dow |
|---|---|---|---|
| 24. Oktober 1929 | Schwarzer Donnerstag | 12,9 Mio. Aktien | Zur Eröffnung kurz −11 %, Schluss −2,1 % |
| 28. Oktober 1929 | Schwarzer Montag | — | −12,8 % |
| 29. Oktober 1929 | Schwarzer Dienstag | 16,4 Mio. Aktien | −11,7 % |
| Zwei Tage zusammen (28.–29. Okt.) | — | — | −23 % |
| 13. November 1929 | Tiefpunkt | — | Dow bei 198,60, rund −48 % unter dem Höchststand |
Am Schwarzen Donnerstag wechselten fast 13 Millionen Aktien den Besitzer – mehr als das Dreifache eines normalen Handelstags. Einige der mächtigsten Bankiers des Landes, von der Morgan Bank, der Chase National und der National City Bank, trafen sich und legten eigenes Geld zusammen, um den Markt zu stützen. Sie schickten Richard Whitney, amtierender Vizepräsident der New Yorker Börse, aufs Parkett, um sehr öffentlich eine sehr große Kauforder für U.S. Steel zu platzieren – deutlich über dem tatsächlichen Kurs. Die Botschaft: Das klügste Geld im Raum glaubt an diesen Markt.
Ein paar Stunden lang funktionierte es. Der Dow holte fast alle Verluste auf und schloss nur gut 2 % tiefer.
Warum scheiterte die Rettungsaktion der Banker?#
Sie hielt nicht. Am Montag, dem 28. Oktober, fiel der Dow um fast 13 % – ein größerer Tagesverlust als in der Panik vier Tage zuvor –, und diesmal versuchte der Bankenpool nicht einmal, auf dieselbe Weise einzugreifen. Es gab schlicht zu viele Verkäufe, um sie aufzufangen. Am nächsten Tag, dem 29. Oktober, wurden sechzehn Millionen Aktien gehandelt, und der Dow schloss fast 12 % tiefer. Die Zeitungen sprachen vom Schwarzen Dienstag, noch bevor die Schlussglocke verklungen war.
Die gescheiterte Rettung ist das, woran man sich erinnern sollte: Eine koordinierte Vertrauensdemonstration der größten Banken an der Wall Street erkaufte genau einen Nachmittag.
Warum hat der Hebel den Crash von 1929 immer weiter befeuert?#
Ein Hebel verstärkt nicht nur Gewinne – er verstärkt Verluste in genau demselben Maß, nur umgekehrt. Als die Kurse fielen, stellten die Broker eine Nachschussforderung nach der anderen. Anleger ohne Bargeld – und die meisten hatten keins – mussten zusehen, wie ihre Aktien automatisch verkauft wurden, um den Kredit zu decken. Jeder Zwangsverkauf brachte noch mehr Aktien in einen ohnehin einbrechenden Markt, drückte die Kurse weiter und löste die nächste Welle von Nachschussforderungen bei der nächsten Gruppe von Anlegern aus.
Kurs fällt → Nachschussforderung → Zwangsverkauf → Kurs fällt weiter.
Das war ein mechanischer Rückkopplungskreislauf, nicht bloß ein Moment der Panik, der von selbst verglüht. Bis zum 13. November 1929 – etwa zehn Wochen nach dem Höchststand im September – hatte der Dow fast die Hälfte seines Werts verloren und schloss bei 198,60.
Wer hat beim Crash von 1929 Geld verloren, und wer hat verdient?#
| Beteiligte | Position | Ergebnis |
|---|---|---|
| Gehebelte Kleinanleger | Aktien, gekauft mit nur 10 % Eigenkapital | Von ihren eigenen Nachschussforderungen ausgelöscht |
| Irving Fisher | Portfolio von rund 8 Mio. US-Dollar, großenteils auf Kredit gegen Familienvermögen | Verlor den Großteil wenige Wochen nach der Bemerkung vom „dauerhaft hohen Plateau“ |
| Jesse Livermore | Riesige Leerverkaufspositionen, aufgebaut im Sommer 1929 | Soll mit rund 100 Millionen US-Dollar davongekommen sein – eine Schätzung aus späteren Nacherzählungen, keine geprüfte Zahl |
| Joseph Kennedy | Soll alles verkauft haben, nachdem ihm sein Schuhputzer Aktientipps gab | Die Geschichte wird oft erzählt, lässt sich aber nie bis 1929 selbst zurückverfolgen; erstmals belegt 1965 |
Die Livermore-Zahl und die Kennedy-Anekdote sind beide als unbestätigt gekennzeichnet. Sie werden ständig wiederholt; für keine von beiden gibt es eine zeitgenössische Primärquelle.
Hat der Crash von 1929 die Große Depression verursacht?#
Nicht direkt. Der Crash legte offen, wie viel vom Boom auf geliehenem Geld gebaut war, und dieser Schock breitete sich aus. Verbraucher, die Ersparnisse verloren hatten – oder schlicht Angst bekamen –, schränkten ihre Ausgaben ein, vor allem bei großen, auf Kredit finanzierten Anschaffungen wie Autos. Unternehmen wie Ford sahen die Nachfrage sinken, drosselten die Produktion und entließen Arbeiter, und die Arbeitslosigkeit stieg im Lauf des Jahres 1930.
Der Mechanismus, der aus einer scharfen Rezession eine jahrzehntelange Depression machte, kam danach: Wellen von Bankenpleiten.
| Jahr | Pleite gegangene Banken | Verlorene Einlagen |
|---|---|---|
| 1930 | 1.352 | — |
| 1931 | 2.294 | rund 1,7 Mrd. US-Dollar |
Wenn eine Bank pleitegeht und mit ihr die Ersparnisse verschwinden, trifft der Schaden auch Menschen, die nie eine einzige Aktie besessen haben. Der Crash war der Funke; der Zusammenbruch des Bankwesens in den folgenden Jahren war das, was die Depression tatsächlich erzeugte.
Was bedeutet 1929 für Anleger heute?#
Die konkreten Mechanismen haben sich verändert. Heutige Kreditvorschriften für Wertpapierkäufe sind strenger, und Handelsunterbrechungen stoppen den Handel bei extremen Einbrüchen – gerade wegen dessen, was im Oktober 1929 geschah. Die grundlegende Lehre ist geblieben: Ein Hebel vervielfacht Verluste genau in dem Maß, in dem er Gewinne vervielfacht, und er kann eine gewöhnliche Korrektur in einen sich selbst verstärkenden Zusammenbruch verwandeln.
Jedes Mal, wenn ein Markt mit geliehenem Geld läuft und alle darauf bestehen, dass die guten Zeiten von Dauer sind, lohnt es sich, daran zu denken: Der renommierteste Ökonom des Landes hat genau das öffentlich gesagt – drei Wochen, bevor er sein Vermögen verlor, als er das Gegenteil erfuhr.
Fragen, die wirklich gestellt werden
Wie tief fiel die Börse beim Crash von 1929?
Der Dow schloss am 3. September 1929 auf dem Allzeithoch von 381 und war bis zum 13. November 1929 auf 198,60 gefallen – ein Minus von etwa 48 %. Die beiden schlimmsten Handelstage, Schwarzer Montag und Schwarzer Dienstag, nahmen dem Markt zusammen rund 23 %.
Was bedeutet es, Aktien auf Kredit („auf Margin“) zu kaufen?
Man zahlt einen Teil des Aktienpreises bar und leiht sich den Rest beim Broker, wobei die Aktie selbst als Sicherheit dient. 1929 konnte die Anzahlung bei nur 10 % liegen – zehn Dollar Aktienposition für jeden Dollar, den man tatsächlich besaß. Fiel die Aktie weit genug, verlangte der Broker per Nachschussforderung sofort Bargeld oder verkaufte die Aktien automatisch.
Warum heißt der 29. Oktober 1929 Schwarzer Dienstag?
Am 29. Oktober 1929 wurden 16,4 Millionen Aktien gehandelt – ein Umsatzrekord, der jahrzehntelang hielt – und der Dow schloss 11,7 % tiefer. Die Zeitungen nannten den Tag Schwarzer Dienstag, noch bevor die Schlussglocke verklungen war.
Was sagte Irving Fisher vor dem Crash, und was geschah mit ihm?
Fisher, ein Ökonom aus Yale, der als führende Autorität des Landes in Börsenfragen galt, sagte, die Aktienkurse hätten „etwas erreicht, das wie ein dauerhaft hohes Plateau aussieht“. Wenige Wochen später verlor er den Großteil seines Portfolios von rund 8 Millionen US-Dollar, das er zu einem großen Teil mit geliehenem Geld gekauft hatte.
Hat jemand am Crash von 1929 verdient?
Jesse Livermore baute im Sommer 1929 große Leerverkaufspositionen auf und soll damit rund 100 Millionen US-Dollar verdient haben. Die Zahl stammt aus späteren Nacherzählungen, nicht aus geprüften Unterlagen, und sollte als Schätzung gelten.
Stimmt die Geschichte von Joseph Kennedy und dem Schuhputzer?
Sie gehört zu den am häufigsten wiederholten Anekdoten der Finanzgeschichte, doch Historiker konnten sie nie bis ins Jahr 1929 selbst zurückverfolgen. Die früheste belegte Fassung taucht 1965 auf, Jahrzehnte später.
Hat der Crash von 1929 die Große Depression verursacht?
Der Crash war eher der Funke als die Ursache. Er legte offen, wie sehr der Boom auf geliehenem Geld beruhte, die Konsumausgaben brachen ein – und dann gingen 1930 1.352 und 1931 2.294 Banken pleite, mit rund 1,7 Milliarden US-Dollar an Einlagen. Erst dieser Zusammenbruch des Bankwesens machte aus einer scharfen Rezession eine Depression, die ein Jahrzehnt dauerte.
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Quellen
Alle Zahlen und Daten stammen aus öffentlicher Berichterstattung.
- ·Federal Reserve History — Stock Market Crash of 1929
- ·Wikipedia — Wall Street Crash of 1929
- ·Novel Investor — Timeline of the 1929 Market Crash
- ·EH.net Encyclopedia — The 1929 Stock Market Crash
- ·History.com — Stock Market Crash of 1929: Causes & Black Tuesday
- ·Britannica — Black Thursday
- ·Wikipedia — Jesse Livermore
- ·Larry MacDonald — How to Lose $8 Million in the Market
- ·Barry Popik — "When even shoeshine boys are giving you stock tips..."
Nichts davon ist eine Anlageberatung. Die Zahlen sind Spannen aus öffentlicher Berichterstattung und variieren je nach Markt und Betreiber.
Vollständiges TranskriptAlles, was im Video gesagt wird · 1.415 WörterAnzeigenAusblenden
Das Video ist auf Englisch; hier steht wörtlich, was darin gesagt wird.
On September third, nineteen twenty-nine, the Dow Jones Industrial Average closed at an all-time high of three hundred eighty-one. Wall Street's most respected economist, Irving Fisher, told the country stock prices had reached what he called a 'permanently high plateau.' Fifty-six days later, the market had lost nearly half its value, fortunes had vanished in single trading sessions, banks had quietly started to fail, and one shoeshine boy's stock tip — real or not — had become the most famous warning sign in financial history. This wasn't one crash. It was three of them, back to back, each one worse than the last. And what actually happened in between explains more about how markets really work than almost anything else you'll see this year. This is the story of the eight weeks that broke Wall Street — and set up the next decade.
To understand why this crash unfolded the way it did, you need to understand how the market actually worked in the summer of 1929. This wasn't only Wall Street professionals trading. Cab drivers, shoeshine attendants, small-town shopkeepers — ordinary Americans were buying stocks on margin, meaning they could put down as little as ten percent of a stock's price in cash and borrow the rest from their broker, using the stock itself as the collateral. By the summer of 1929, margin loans outstanding had climbed past eight and a half billion dollars — more than the entire amount of physical currency circulating in the United States at the time. As long as prices kept rising, this was close to free money: ten dollars of stock exposure for every dollar you actually owned. But the mechanism had one unforgiving rule built into it. The moment a stock fell far enough, the broker issued a margin call — pay up immediately, or have your shares sold automatically to cover the loan. In the summer of 1929, almost nobody thought that rule would ever actually matter.
On September third, nineteen twenty-nine, the Dow Jones Industrial Average closed at three hundred eighty-one — an all-time high, and more than four times where it had stood at the start of the decade. Irving Fisher, a Yale economist whose reputation as the country's leading market authority came with a personal fortune of roughly eight million dollars, most of it in stocks bought the same leveraged way, told reporters stock prices had reached, in his words, 'what looks like a permanently high plateau.' For a few more weeks, the market seemed to agree with him. Then, in the back half of October, the buying simply stopped.
On October twenty-fourth — a day that would go down as Black Thursday — nearly thirteen million shares changed hands, more than three times a normal session, and the Dow briefly plunged eleven percent right at the opening bell. In the chaos, some of the most powerful bankers in the country — men from Morgan Bank, Chase National, and National City Bank — met and pooled their own money to prop the market back up. They sent Richard Whitney, acting vice president of the New York Stock Exchange, striding onto the floor to place a very public, very large buy order for U.S. Steel — well above where it was actually trading. The message was simple: the smartest money in the room believes in this market, so you should too. It worked, for a few hours. The Dow clawed back almost all of its losses and closed down just over two percent for the day. Wall Street breathed out. The rescue had held — for now.
It didn't hold. On Monday, October twenty-eighth, the Dow fell nearly thirteen percent — a bigger one-day drop than the entire panic four days earlier — and this time, the bankers' pool didn't even try to intervene the same way. There was simply too much selling to absorb. The next day, October twenty-ninth, became the single most infamous trading session in Wall Street history. Sixteen million shares traded — a record that would stand for decades — and the Dow closed down almost twelve percent. In two days, the market lost close to a quarter of its entire value. Newspapers started calling it Black Tuesday before the closing bell had even finished ringing.
Here's the part that turned a bad week into a genuine catastrophe: leverage doesn't just amplify gains, it amplifies losses in exactly the same way, in reverse. As prices fell, brokers issued margin call after margin call, demanding investors put up more cash immediately. Investors who didn't have it — and most didn't — had their shares automatically sold to cover the loan. But every one of those forced sales added more shares to an already-collapsing market, pushing prices down further, which triggered the next wave of margin calls on the next group of investors. It was a mechanical feedback loop, not just a moment of panic that eventually burned itself out: the falling price caused the selling, and the selling caused the price to fall further. By November thirteenth — about ten weeks after the September peak — the Dow had lost nearly half its value. The exact leverage that had made the boom possible is the same reason the crash fed on itself instead of stopping.
So who actually lost all that money — and did anyone make money on the way down? Most of the losses landed on exactly the people you'd expect: leveraged small investors wiped out by their own margin calls, and even some of the era's most respected minds. Irving Fisher — the economist who'd called the 'permanently high plateau' just weeks earlier — personally lost the bulk of his roughly eight-million-dollar portfolio, much of it borrowed against his own family's fortune too. But a small number of people made money from the crash itself. The trader Jesse Livermore had built enormous short positions — bets that prices would fall — through the summer of 1929, and reportedly walked away with somewhere around one hundred million dollars once the crash hit, though that exact figure comes from later retellings, not an audited record, and should be treated as an estimate. And there's a famous story — often repeated, though historians have never actually traced it back to 1929 itself — that Joseph Kennedy, father of the future president, decided to sell everything after his shoeshine boy started offering him stock tips, reasoning that if the shoeshine boy was already in the market, everyone already was.
Here's what most retellings get backwards: the crash itself didn't cause the Great Depression. What the crash actually did was expose how much of the boom had been built on borrowed money — and that shock rippled outward. Consumers who'd lost savings, or who were simply frightened, pulled back on spending — especially on big-ticket, credit-financed purchases like automobiles. Companies like Ford saw demand fall and responded by cutting production and laying off workers, and unemployment began climbing through 1930. But the mechanism that turned a sharp recession into a decade-long depression was what came next: waves of bank failures. In 1930 alone, over thirteen hundred banks collapsed. The following year, more than twenty-two hundred banks failed, taking almost one point seven billion dollars in deposits down with them. When your bank fails and your savings disappear with it, the damage spreads to people who never owned a single share of stock in their life. The crash was the spark. The banking collapse that followed over the next several years is what actually built the Depression.
The specific mechanics have changed since 1929 — modern margin requirements are stricter, and circuit breakers now pause trading during extreme drops specifically because of what happened this week. But the underlying lesson hasn't gone anywhere: leverage doesn't just multiply your gains, it multiplies your losses at the exact same rate, and it can turn an ordinary correction into a self-reinforcing collapse. Every time a market runs on borrowed money and everyone insists the good times are permanent, it's worth remembering that the country's most credentialed economist said exactly that, in public, three weeks before he personally lost his fortune finding out otherwise.
Next time on Margin, we follow a very different kind of collapse — one caused not by borrowed money, but by one very bad decision at the very top of a company everyone trusted. If you want to understand how money actually moves before the headlines catch up, subscribe — and follow the money.
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